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Machen Sie es Ihrem Leser (in diesem Fall dem Personalentscheider) leicht - und „nett“.

Schreiben Sie:
· freundlich und persönlich (verwenden Sie Ihre eigenen Worte!) und kommen Sie „auf den Punkt“
· ohne Bewerbungsfloskeln (ich bin teamfähig, ordentlich und zuverlässig)
· und verzichten auf Platz-verschwendende Selbstverständlichkeiten (Stelle gelesen in, interessiert
  mich, bewerbe mich hiermit um ….).

Nutzen Sie die eine Seite Ihres Anschreibens sinnvoll! Mit etwas Fantasie und Herzblut! Das Anschreiben ist bei den meisten Entscheidern die am intensivsten gelesene Seite Ihrer Unterlagen.

Ihre Bewerbungsunterlagen heben sich von anderen positiv ab wenn:

· sie fehlerfrei hinsichtlich Rechtschreibung und Grammatik, übersichtlich im Schriftbild (12 Punkt)
und die Din Normen aktuell sind  (die Abkürzungen „z.Hd.“ und „Betreff“ sind schon länger nicht mehr gebräuchlich, der Städtename schließt sich ohne Leerzeile an den Straßennamen an).

· sie persönlich geschrieben und komplett sind (mit Ihren gesamten Kontaktdaten inklusiv E-Mail-Adresse und Telefonnummer!)
die Unterlagen zeitnah ankommen (womöglich selbst eingereicht werden)
sowie unkompliziert (bei online Bewerbungen z.B. keine Zip Dateien verwenden, eingescannte Unterlagen nicht auf dem „Kopf“) übermittelt werden. Und Bewerbungsmappen einfach zu handhaben sind. Die Standard-Klapp Mappen mit durchsichtigem Deckel finde ich z.B. bestens!

Lassen Sie jemanden Ihre Unterlagen gegenlesen, bevor Sie sie auf den Weg bringen.

Zu den benötigten Unterlagen gehören:

- ein aussagekräftiges, persönliches Anschreiben (gern mehr als: Stelle gesehen, ich will, ich kann)
z.B.:
Warum wollen Sie bei DIESER Firma arbeiten? (Damit stellen Sie einen Bezug, eine Verbindung her)
Was verbindet Sie z.B. mit der Branche, mit der Aufgabe?
Warum wollen Sie wechseln? (wichtig –besonders auch bei räumlicher Entfernung zum Arbeitgeber!)
Wann sind Sie verfügbar? (bzw. wie ist Ihre Kündigungsfrist) Schreiben wenn Sie ungekündigt sind!
Was macht Sie aus (gern etwas anderes als: teamfähig und zuverlässig…)

- Formulierungen im Stellengesuch, -profil oder auf der Internetseite können Ihnen den Einstieg in Ihren Text erleichtern! Beantworten Sie unbedingt die Qualifikationspunkte aus dem Stellenprofil.

Wenn z.B. Sprachkenntnisse* benötigt sind, erklären Sie wie gut Sie die Sprache beherrschen, wenn EDV Kenntnisse erforderlich sind, geben Sie Ihre Schnelligkeit und Sicherheit in diesem Bereich an und belegen Sie sie mit ausgeführten Tätigkeiten.

Haben Sie Mut!
Benennen Sie mögliche Lücken oder Versäumnisse von sich aus an, sie kommen eh zutage und Personalentscheider sind auch nur Menschen!

Wenn Sie zweifeln, ob Ihre Sprachkenntnisse ausreichen, sagen Sie im Anschreiben, dass Sie ggf. bereit sind weiter in Kursen daran zu arbeiten.

Sollte Ihnen ein Zeugnis fehlen, benennen Sie dies im Anschreiben und dass Sie gern im persönlichen Gespräch erklären, wie es dazu kam.
Gehen Sie ebenso mit zahlreichen Stellenwechseln um. Sinngemäß formuliert im Anschreiben: „Mein Lebenslauf ist etwas „bunt“, gern möchte ich Ihnen im Gespräch die Gründe dafür erläutern“.

- ein übersichtlichen Lebenslauf mit einem freundlichen, aktuellen Foto* und Bezug zum Stellenprofil! (Wenn Sie sich auf eine kaufmännische Stelle  im Innendienst bewerben, sind Ihre möglichen Erfahrungen im Einzelhandel ohne Belang bzw. ein Fehler sie zu betonen!).

Nennen Sie ggf. ehrenamtliche Tätigkeiten und Praktika ggf. mit deren Inhalten, wenn sie zum ausgeschriebenen Stellenprofil passen, oder Ihnen selbst eine aktive Kontur geben.

Seien Sie offensiv z.B. mit Ihrem „Alter“. Wie: „älter, aber gelassen und erfahren“ oder
„noch jung, aber interessiert, lern- und anpassungsbereit“, oder „ich möchte nochmal durchstarten“.

Beginnen Sie Ihren Lebenslauf vom „Jetzt zum Gestern“, also das Vergangene an den Schluss!

   *Ein Deckblatt, oder die „3.Seite“ ist aus meiner Sicht verzichtbar, um nicht zu sagen überflüssig.
     Das Weglassen verschlankt Ihre Unterlagen und macht sie schneller und leichter lesbar!

 - Zeugnisse, vor allem die aktuellsten und diese ebenfalls von  “heute zu gestern“ sortiert.

Bei älteren Bewerbern sind 30 Jahre zurückliegende Ausbildungsnoten nicht mehr interessant, bei jungen umso mehr!
Bei schwächeren Noten oder (Berufs-)Zeugnissen, gehen Sie darauf ein und bieten eine Erklärung an. Etwa: „Geometrie war nicht meine Stärke in der Schule, aber kaufmännisches Rechnen beherrsche ich gut“.   

Fazit: Es gibt nicht „DIE richtige Bewerbung“, keinen Königsweg, aber es gibt Manches, das Punktabzug und Chancenverlust bedeutet: Nachlässigkeit, Beliebigkeit, Lücken, Floskeln – trotz vorhandener Qualifikation.

Sich bewerben bedeutet den anderen zu um-werben: Werbung für sich selbst zu machen.
Marketing für´s Ich. Sie sind Ihr eigenes Produkt. Achten Sie auf eine gute Darstellung und marktgerechte „Verpackung“.

Ihre Bewerbung ist Ihre erste „Arbeitsprobe“. Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen!

Sollten Sie eine generelle Kurz-Einschätzung Ihrer Bewerbungsunterlagen wünschen, wenden Sie sich gern an mich über die Kontakt-Seite.